Gewerblicher Katzensitter

Hallöchen,

ich bin nun seit knapp 4 Jahren gewerbliche Katzensitterin und ab und an kommen Menschen auf mich zu und möchten wissen, wie das geht.

Deshalb dachte ich, ich mache einen Blog-Beitrag dazu und hoffe, ich kann dir ein paar Einsichten geben.


Was macht ein gewerblicher Katzensitter?

Ein gewerblicher Katzensitter betreut zu allererst die Katzen und eventuell vorhandene Kleintiere (Kaninchen, Nager, etc). Weiterhin schaut er grob nach dem Rechten, lüftet mal die Wohnräume, kümmert sich um die Mülltonnen und Pflanzen. Aber – die Tiere haben (meiner Meinung nach) Priorität.

Die meisten Sitter bleiben pro Besuch zwischen 15 und 60 Minuten bei den Katzen. In der Zeit wird sich um Futter, Katzenklo und Sauberkeit der Futterplätze gekümmert. Eventuell werden auch Unfälle beseitigt und man sollte auch die Medikamentengabe nicht unterschätzen. Je nachdem, wie lange der Sitter bleibt, wird sich dann noch mit den Tieren beschäftigt. Bleibt der Sitter nur 15 Minuten, ist dafür natürlich weniger Zeit, als wenn der Sitter 60 Minuten bleibt.

Ein erfahrener Katzensitter schaut auch nach der Gesundheit der Katze. Viele von uns haben haben sicher schon 100 + Katzen betreut und können abschätzen, ob es einer Katze gut oder schlecht geht. Unter Umständen fahren wir dann mit dem Tier auch zum Tierarzt, kauft fehlendes Katzenstreu oder Futter.

Wer nicht gut mit Menschen arbeiten kann, kann es als Katzensitter schwierig haben. Denn zu allererst musst du den Katzenbesitzer von dir überzeugen. Vor und während der Betreuung findet zu den Katzeneltern viel Kontakt statt, damit diese beruhigt Urlaub machen können.

Am letzten Tag der Betreuung fege oder sauge ich noch einmal grob durch, damit die Katzeneltern sich nicht gleich um den Haushalt kümmern müssen.

Gute Katzensitter bilden sich auch weiter. Viele von uns haben ein 2. Standbein als Verhaltenstherapeuten für Katzen, Ernährungsberater, Tierheilpraktiker, Tierkommunikatoren oder ähnliches und lernen ständig dazu. Der kollegiale Austausch gehört auch dazu und hier gibt es bereits eine tolle Facebook-Gruppe.


Als Katzensitter arbeitet man nur ein paar Stunden morgens und abends

Falsch. In der Regel ist es nicht nur so, dass du ein paar Katzen am Tag streichelst und das war es. Du kümmerst dich um die Verwaltung. Des geht los mit Gewerbe- und Finanzamt, eventuell noch Veterinäramt.

Dann kümmern sich viele von uns um die Buchhaltung. Das bedeutet Rechnungen schreiben, Rechnungen hinterher laufen, Einnahme-Überschuss-Rechnung, Steuererklärung (sofern das nicht vom Steuerberater übernommen wird).

Am Anfang hast du viel damit zu tun, dich in deiner Region vorzustellen. Idealerweise kannst du selbst eine Website kreieren. Dafür gibt es viele Baukastensysteme, wie WordPress oder die eigenen Baukästen der Websitenanbieter. Ich halte eine Website für extrem wichtig, damit du 1. überhaupt gefunden wirst und sich die Menschen 2. schon ein erstes Bild von dir machen können.

Schalte Online-Werbung bei verschiedenen Portale (Ebay Kleinanzeigen, Betreut.de, Facebook,…). Die müssen nicht mal bezahlt sein.

Weiterhin solltest du über Marketing-Material wie Flyer, Visitenkarten, Plakate, Autowerbung und eventuell Stifte Gedanken machen. Überlege, wo du diese verteilst. Flyer verteilen kann kompliziert sein und unter Umständen, darf man nicht einfach in der Nachbarschaft Flyer in den Briefkasten werfen.

Denk an die Datenschutz-Grundverordnung, gegebenenfalls den §11-Schein vom Veterinäramt

Allein am Marketing kann man anfangs gut einige Stunden in der Woche hängen. Irgendwann läuft das aber auch von allein, wenn deine Kunden dich weiter empfehlen. Ich mache nun nach 4 Jahren z.B. keine aktive Werbung mehr für meinen Katzensitting-Service und ich bekomme meine Kunden oft durch Mundpropaganda.


Was ist das 1. was ich tun sollte um Katzensitter zu werden?

Frage dich zuerst, ob du wirklich 365 Tage im Jahr (bis auf ein paar Wochen Urlaub) arbeiten möchtest. Jeden Tag früh aufstehen. Jeden Tag mit dem Auto fahren und im Verkehr stecken.

Schaue dich in deiner Umgebung um. Gibt es dort bereits gewerbliche Katzensitter? Gibt der Markt es überhaupt noch her, dass ein weiterer Katzensitter gebraucht wird? Im Endeffekt willst du von deiner Berufung komfortabel leben. Was ist dein “Unique-Selling-Point” – warum sollen die Leute dich buchen und nicht deine Mitbewerber?

Wenn du dir sicher bist, dann geht dein nächster Schritt zum Gewerbeamt um das Gewerbe für die Tierbetreuung anzumelden. Ich rate dir ein Gewerbe auf alles anzumelden, was du irgendwie anbieten könntest. Das muss nicht nur mit Tieren zu tun haben, sondern mit dir als Mensch und dem, was du alles anbieten/verkaufen könntest. Die geben deine Informationen automatisch an die IHK weiter.

Dann schickst du das Formular zur steuerlichen Erfassung an das Finanzamt. Anfangs lohnt es sich eventuell sich als Kleinunternehmer anzumelden. Das bedeutet, du musst keine Umsatzsteuer ausweisen und kannst auch keine Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen. Du musst dich aber auch um weniger Verwaltungskram kümmern. Du darfst jährlich bis zu 22,000 EUR Umsatz (nicht Gewinn) machen, um Kleinunternehmer zu sein. Bedenke aber, dass du auf deinen Gewinn trotzdem noch eine Einkommenssteuer zahlen musst.

Mache dich bei deinem lokalen Veterinäramt schlau, ob du eine Erlaubnis nach §11 TierSchG benötigst. Hier im Landkreis Stade benötige ich die als mobile Tierbetreuerin nicht, aber ich weiß, dass einige Kollegen in anderen Gebieten diesen benötigen.

Sei schlau, und such dir einen guten Anbieter für eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Ist da alles bestätigt, kann es eigentlich los gehen. Manchen Katzensitter lassen sich noch ein polizeiliches Führungszeugnis ausstellen, um noch vertrauenswürdiger/transparenter zu sein.


Was kostet ein Katzensitter?

Du legst deine Preise selbst fest. Überschalte erst einmal, wie viel du einnehmen musst (Auto, Versicherungen, Miete, Lebensunterhalt, eigene Haustiere, uvm.) Vergiss nicht auch immer eine Portion von deinen Einnahmen zur Seite zu tun, denn wenn du deine Steuererklärung gemacht hast, möchte das Finanzamt meistens einen netten Teil deiner Einnahmen abhaben.

Schau dir auch die Preise deiner Mitbewerber an und überlege, ob du dich an diesen Preisen orientieren möchtest. Nimmst du einheitliche Preise pro Besuch oder unterscheidest du je nach Anzahl der Katzen? Ich kann nur sagen: Je mehr Katzen im Haushalt sind, desto mehr Zeit musst du einplanen.

Bedenke die Fahrtkosten. Ich war, was das angeht, lange sehr dumm und habe viel aus eigener Tasche bezahlt. Ich habe bis 5 km keine Fahrtkosten genommen und ab 5 km auch nur die Anfahrt berechnet. Warum? Das frage ich mich heute noch… jetzt zahlen alle Fahrtkosten hin und zurück. Fährt man zu 2 Kunden in einer Gegend, kann man dann immer noch die Fahrtkosten teilen. Aber: Autos sind teuer und werden immer teurer. Es kostet Sprit, Versicherung, Reparaturen, Reifenwechsel, ggf. Strafzettel und es kostet Zeit (um zum Kunden und zurück zu kommen).

Ich schätze mal ganz grob, wenn du von deinem Business leben willst, alleinstehend bist und dir auch mal was leisten möchtest, musst du mit einem Umsatz von mindestens EUR 3,000 pro Monat rechnen. Wenn du von deinem Partner unterstützt wirst, reicht vielleicht auch weniger. Was ich sagen will – vom Katzensitting zu leben, ist echt hart.


Jeder kann Katzensitter werden

Haach. Ja, theoretisch kann jeder Katzensitter werden. Aber: ratsam wäre es, wenn man auch ein wirkliches Gespür für die Tiere hat. Ich unterscheide gern in Hunde- und Katzenmenschen.

Ich war mein Leben lang ein Katzenmensch. Ich war der glücklichste Mensch der Welt, als ich mit 10 Jahren meine 1. Katze bekam. Versteh mich nicht falsch: Ich liebe Hunde. Ich haben auch einen Hund und würde ihn nie wieder hergeben. Aber wenn ich mich zwischen Hund und Katze entscheiden müsste, dann wäre es immer die Katze.

Und ich denke, Katzen wissen das auch. Sie wissen, ob der Mensch sich auf sie einlassen kann und ob der Mensch sie versteht. Auf eine gewisse Art hat das sicher schon mit Tierkommunikation zu tun. 😉

Du solltest auch ein bisschen über Katzengesundheit und Katzenverhalten Bescheid wissen. Du solltest verlässlich und pünktlich sein. Bei manchen Katzen ist es essentiell, dass du zur vereinbarten Zeit bei der Katze bist, wenn diese Medikamente benötigt. Das bedeutet auch, dass du morgens um 7 und abends um 7 zur Katze musst.

Um dich im Erstgespräch zu verkaufen, sollte das Vertrauen in dich selbst auch groß genug sein, damit du dem Katzenbesitzer klar machst, dass du die Beste Wahl bist!


Ich bin Tierbesitzer und suche einen gewerblichen Katzensitter

Sehr gute Entscheidung. Du kannst bei bekannten Katzenbesitzern nachfragen, ob sie einen Tipp für dich haben. Eventuell weiß auch deine Tierarztpraxis jemanden.

Ansonsten hilft dir Google weiter, wenn du “Katzensitter”, “Katzensitting” oder “Katzenbetreuung” und deinen Ort eingibst. Auch Ebay Kleinanzeigen können dir eventuell helfen.

Lerne den Katzensitter persönlich kennen. Es kann sein, dass dich das schon ein paar Euro kostet, aber das sollte dir deine Katze wert sein.


Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in das Leben als gewerblicher Katzensitter geben.

Deine Nicole



Katzenbetreuung – ab 2018

Liebe Katzenbesitzer,

ich habe mich entschlossen, ab 2018 meine Preise ein wenig zu erhöhen.

Gründe sind dafür einmal höhere Benzin und Versicherungspreise, da ich doch mehr im Auto unterwegs bin, als am Anfang des Jahres angenommen.

Zum anderen habe ich mich in diesem Jahr auch sehr viel weitergebildet, um noch besser für eure Katzen da zu sein. So habe ich in den vergangenen Monaten einen Erste Hilfe Kurs für Hund und Katze in Hamburg abgelegt, habe zwei Workshops bei Christine Hauschild von der mobilen Katzenschule Happy Miez zum Thema “Mehrkatzenhaushalt” und “ängstlichen Katzen” mitgemacht. Ich habe weiterhin einen Online Kurs zum Thema Katzenbarfen gemacht und bin seit Juni in der Ausbildung zur Ernährungsberaterin für Hund und Katze.

Einige von euch wissen das ja bereits auch und “nutzen mein Wissen bereits aus” -. Dafür mache ich ja die Ausbildungen auch – um euch auch zur Seite zu stehen. Diese Aus-/Weiterbildungen sind jedoch nicht umsonst, weshalb ich ab 2018 folgende Preise nehme:

Preis pro Tag ab 1.1.2018:
Anzahl Katzen 1 Besuch täglich 2 Besuche täglich
1                   13,00 €           18,50 €
2                   16,00 €           21,50 €
3                   19,00 €           24,50 €
4                   21,00 €           26,50 €
jede weitere                     2,00 €             2,00 €
Bei 10 oder mehr Katzen:  Preis nach Absprache

Bei Betreuungszeiträumen ab 4 Tagen gebe ich EUR 2.00 Rabatt pro Tag. Kontaktieren Sie mich gern.

Für Betreuungen im Zeitraum 24. Dezember bis 1. Januar wird ein Zuschlag von 50 % genommen.

 


Anzahl der Kunden pro Tag

Ich habe mich auch entschieden in der Sommerzeit nicht mehr als 4 – 5 Katzen-/Kleintierkunden am Tag anzunehmen.

  1. Grund: In diesem Sommer war ich teils von morgens um 6 Uhr bis abends um 7/8 Uhr auf Achse und habe 10 Kunden zwischen Apensen, Bliedersdorf, Jork und Neu Wulmstorf bedient. Das war für mich, aber auch meine Familie und eigenen Tiere nicht ideal und ich werden es so nicht mehr handhaben – auch weil ich es weiterhin beibehalten möchte, dass ich mindestens 30 Minuten bei euren Lieblingen bin.
  2. Grund: Meine Abschlussarbeit zum Ernährungsberater für Hund/Katze muss genau in der Zeit geschrieben und eingereicht werden.

Das bedeutet für euch: Vor allem für die Sommerferien (28.06. – 08.08.2018) rechtzeitig die Betreuung zu buchen! Schreibt mir ne Mail, Whatsapp, SMS, ruft durch oder schickt eine Brieftaube (Achtung Katzennetz am Balkon). 😉

Liebe Grüße

Eure Nicole

 

Ein Jahr Feliotel…

Hello ihr Lieben,

vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mich entschieden, mich mit meinem mobilen Tiersitting-Service selbstständig zu machen. Ich dachte mir einfach… ich probiere einmal mein Glück.

Ich muss sagen, ich habe nicht mit sehr vielen Anfragen gerechnet. Und doch gab es bereits in meinem ersten Jahr mehrere Wochen, an denen ich restlos ausgebucht war und sogar die ersten Anfragen ablehnen musste. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet und ich bin überglücklich darüber.

In den letzten Monaten konnte ich davon profitieren, dass ich bereits wusste, wie man eine Website und Flyer kreiert. Ich wusste auch wie man Rechnungen schreibt und was man alles anmelden muss, um Selbstständig zu werden.

Aber an einigen Dingen, wie den Preisen, dem Vertrag/Formular habe ich noch schrauben müssen. Learning by doing, wie es so schön heißt. Ich möchte meine Dienstleistungen nicht unter Wert verkaufen. Aber dennoch möchte ich in einem Rahmen bleiben, der bezahlbar und auch vertretbar ist und im Idealfall auch meine Kosten deckt. Und ich denke, dass habe ich jetzt geschafft.

Davon abgesehen, dass ich in diesem Jahr Buxtehude wirklich besser kennen gelernt habe und nun auch mehr mit der Geografie der Stadt anfangen kann, habe ich fantastische Menschen kennen gelernt. Zudem durfte ich über 50 Katzen, 12 Hunde, 12 Kaninchen und Meerschweinchen und einige Fische betreuen. Ich bin auch immer noch hin und weg, dass ich bei der Geburt von 10 kleinen Old English Bulldog-Welpen dabei sein durfte und Mama und Besitzerin unter die Pfoten und Arme greifen durfte. Auch habe ich gelernt, wie man einer Katze Insulin spritzt.

TiffIch habe auch gelernt, dass mir einige meiner Schützlinge mit der Zeit doch sehr ans Herz wachsen. So wie meine kleine Katzen-Oma Tiff (17), die auch an Chronischer Nierenissufizienz (CNI) litt. Diese Maus habe ich zwischen Juli und November 2016 für insgesamt 2 Monate betreut. Irgendwann war sie wie eine meiner eigenen Katzen. Kurz vor dem letzten Betreuungszeitraum Ende November schrieb mir Tiff’s Besitzer, dass sie schlecht frisst und sie dadurch recht schlapp ist. Als ich sie dann wieder sah war ich doch erschrocken, wie sehr sie eingefallen war, obwohl die letzte Betreuung nur knapp 4 Wochen her war. Und so geschah es, dass es der kleinen Maus täglich schlechter ging. Auf Anraten vom Besitzer habe ich ihr etwas normales Futter gegeben, worauf hin sie sich jedoch übergeben hat und ich dann mit ihr sofort zum Tierarzt gefahren bin. Der hat ihr ein Mittel gegen Übelkeit gegeben und eine Infusion gegeben, damit sie nicht austrocknet. Ich bin bei den nächsten Besuchen extra lange bei ihr gewesen und ahnte, dass die Maus nicht mehr lange bei uns sein wird. Sie hielt aber durch. Der Besitzer ging nochmals mit Tiff zum Tierarzt, um ein Blutbild machen zu lassen und darauf hin stellte sich heraus, das die Tiff’s Organe versagten und somit musste sie leider erlöst werden.

Ich bin froh, dass ich Tiff kennen lernen durfte und mich von dieser Traumkatze auch verabschieden konnte.

Im Dezember durfte ich dann mein kleines Unternehmen bei der Internationalen Katzenausstellung des HEKC e.V. in Buxtehude vorstellen.

Danke

Natürlich gibt es immer wieder Personen, die nebenbei die Betreuung von Haustieren anbietet. Und auch wenn ich von der Tierbetreuung noch nicht leben kann und nebenbei jobben muss, sehe ich mich als hauptberufliche Tiersitterin. Ihre Tiere stehen für mich an erster Stelle. fb-neu

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei euch für eure Unterstützung bedanken. Ohne euch und euer Vertrauen könnte ich mein Feliotel nicht betreiben. 10000000000 mal Danke für ein Jahr Feliotel.

Und nun freue ich mich auch in diesem Jahr 2017 viele Anfragen von euch und euren Bekannten zu bekommen. 🙂

Habt einen tollen Start ins neue Jahr.

Eure Nicole

 

Urlaubszeit – Wohin mit dem Tier?

Hallo liebe Tierbesitzer,

Nun haben wir fast Ostern und die Ferienzeit beginnt. Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, was Sie in dieser Zeit mit Ihrem Haustier machen? Oder möchten Sie gern wegfahren und wissen nicht, wie Sie Ihr Haustier unterbringen können?

Eine Möglichkeit ist natürlich, das Haustier mit in den Urlaub zunehmen – gerade bei Hunden ist das wahrscheinlich die Beste Wahl.

Die zweite Wahl für Sie wäre sicher auch, dass Sie Familie, Freunde oder Nachbarn fragen nach Ihrem Liebling zu schauen. Dies ist sicherlich auch finanziell eine sehr gute Variante.

Alternativ können Sie Ihren Liebling in der Tierpension Ihres Vertrauens unterbringen. Bitte schauen Sie sich die Pension vorab genau an und stellen Sie sicher, dass Ihr Hund nicht den ganzen Tag in einem Zwinger sitzen muss und vielleicht sogar auch mal Gassi geführt wird. Schauen Sie, dass die Katzenzimmer artgerecht hergerichtet sind und fragen Sie sich, ob sich Ihre Katze in dem Zimmer wohl fühlen würde. Je nach Größe der Pension sollten Sie sich auch die Frage stellen, ob Ihr Liebling genug Aufmerksamkeit bekommen wird.

Ist die Pension bereits ausgebucht, Sie finden keine passende Pension oder möchten, dass Ihr Haustier in seiner gewohnten Umgebung bleibt, dann gibt es noch die Möglichkeit der mobilen Tiersitter. Preislich unterscheiden sie sich oft wenig von einer Tierpension (Gründe finden Sie hier). Doch bei einem Tiersitter haben Sie einige Vorteile:

  • Der Sitter kann sich nach den Gewohnheiten Ihres Haustieres richten (Gassi-Geh-Zeiten, Futterzeiten, etc).
  • Der Sitter nimmt sich Zeit und widmet diese allein Ihrem Liebling.
  • Sie haben jemanden der in Ihrem Heim auch einmal nach dem Rechten sieht.
  • Für einige Tiere (vor allem Katzen) ist es stressfreier, wenn sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Was mir am Herzen liegt: Bitte, Bitte lassen Sie Ihr Tier nicht einfach zurück oder setzen es aus! Es werden jährlich tausende von Haustieren – vor allem Hunde und Katzen – einfach ausgesetzt. Die Tierschutzvereine in der Region haben schon außerhalb der Saison Probleme Tiere unterzubekommen und suchen händeringend nach Pflegestellen und Spenden.

Liebe Tierbesitzer, machen Sie sich bitte im Voraus Gedanken, wo und wie Ihr Liebling versorgt wird. Er wird es Ihnen danken.