1. Onlinekurs Live

Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz aufgeregt. Denn seit 2 Tagen ist mein 1. Onlinekurs auf dem Portal Udemy verfügbar. “Die Wunderwelt des Fertigfutters.”

Ihr wisst, mir ist das Thema der gesunden Ernährung für Hunde und Katzen sehr wichtig und es ist nicht immer einfach sich durch den Dschungel der Futtermittel zu finden. Gern helfe ich euch dabei.

Bis 3. Mai 2020 könnt ihr noch 33 % Rabatt auf den Kurs bekommen und zahlt nur 19,99 €.

Seit letztem Jahr habe ich 3 Vorträge zum Thema Fertigfutter gehalten und viel Zeit in das Thema investiert. Diese Vorträge habe ich nun kombiniert und über 1 Stunde Videomaterial daraus gemacht.

Das heißt ich habe die Präsentation in ein Video umgewandelt und den Text eingesprochen. Die Sprachaufnahme wurde dann von meinem Mann editiert und dann habe ich das ganze mit dem Video kombiniert. Da sind einige Stunden ins Land gegangen, aber es hat auch super viel Spaß gemacht.

Thematisiert werden die unterschiedlichen Arten von Fertigfutter, die Inhaltsstoffe, Fütterungsempfehlung, veganes und vegetarisches Futter und vieles mehr. Fragen beantworte ich gern über das Portal, so dass es alle Teilnehmer lesen können. Es lohnt sich also 😉

Durch die Corona-Pandemie sind bei mir die Einnahmen stark eingebrochen, weshalb ich nun outside the box denken muss, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gern. Weitere Onlinekurse sind in Planung. Eine Übersicht findet ihr hier.

Eure Nicole

Hundefutter Test – Schnell-Check

Als Teil meines Facebook – Adventskalenders 2019 habe ich mir 11 Hundefuttersorten, 11 Katzenfuttersorten, 1 BARF-Supplement für Katzen und 1 Hunde-/Katzenfutter angeschaut.

Hier sind noch einmal alle untersuchten Hundefuttersorten im Hundefutter Test für euch zum nachlesen.

Ich möchte noch anmerken, dass ich hier meine persönliche Meinung zu den unterschiedlichen Futtersorten/-marken Kund tue. Was ihr füttert ist im Endeffekt euch überlassen.

Genauere Infos zu den Analytischen Werten findet ihr hier.


Happy Dog Supreme Sensible Ireland

(und Happy Cat)

Firma: Interquell GmbH (Spezialisiert auf die Verarbeitung von Getreide)

Ich wollte dieses Futter erst „auseinandernehmen“, wie gestern bereits. Die, die mich kennen, wissen aber, was ich von Trockenfutter für Hunde und Katzen halte. Mit einem Feuchtigskeitsgehalt von unter 14 %, einer Zusammensetzung, die oftmals gruselig ist, einer schweren Verdaulichkeit, gesundheitlichen Risiken, uvm. ist es meine Meinung, dass Trockenfutter weder für Katzen noch für Hunde zur alleinigen Ernährung geeignet ist.

Die Liste der Inhaltsstoffe in diesem Futter ist unendlich lang (32 Inhaltsstoffe, wenn ich mich nicht verzählt habe). Diese Sorte „Ireland“ soll Lachs und Kaninchen enthalten. Das tut es in Form von Lachsmehl und Kaninchenprotein. Mit Fleisch hat das jedoch nicht mehr viel zu tun. An 1. Stelle der Inhaltsstoffe steht jedoch Gerste.

Nachdem ich mir nun die Firma Interquell GmbH angesehen habe, welche Happy Dog (und Happy Cat) herstellen, habe ich mich umentschieden das Futter weiter anzuschauen.

Ich habe mir noch andere Sorten der Marken Happy Dog und Happy Cat angesehen und fand das fast in jeder einzelnen Sorte mindestens einer der Inhaltsstoffe Mais, Volkornweizenmehl, Hafermehl, Reismehl, uvm vorkommen. In der Tiernahrung ist es jedoch so, dass wenn der Hersteller Mais, Reis, etc in der Zusammensetzung listet, dies nicht bedeuten muss, dass es sich um ein Maiskorn, Reiskorn, etc handelt, wie es der Mensch essen würde.

Wenn es um Getreide geht besagt die Futtermittelverordnung Anlage 3 (zu § 6 Absatz 2): „Alle Arten von Getreide, ganz gleich in welcher Aufmachung, sowie die Erzeugnisse aus der Verarbeitung des Mehlkörpers.“ https://www.gesetze-im-internet.de/futtmv_1981/anlage_3.html

Mehr möchte ich zu diesem Futter auch nicht sagen.

Die getreidefreie Sorte „Canada“ nutzt als „Bindemittel“ Kartoffelflocken – und zwar 47 % Kartoffelflocken. Das kann man mit Instant Kartoffelbrei vergleichen.  Auch in dem Futter ist Lachsmehl, Kaninchenprotein und Lammprotein enthalten. Man kann sich das ganze nun so vorstellen, dass trockene Kartoffelflocken, trockenes Lachsmehl, trockene Proteine unterschiedlichen Ursprungs, Hydrolysate, Fett, Trockenvollei und viele andere pulverisierte Zutaten und Zusatzstoffe in einen großen Topf mit Wasser kommen. Das ganze wird vermischt und dann von Maschinen in lange Würste geformt, in kleine Brocken geschnitten und geformt und nochmal getrocknet. Deshalb sieht jeder Brocken auch identisch aus. Die Stärke der Kartoffeln hält dann alles zusammen.


Pepper’s Choice  – Pferd und Pferd pur

Firma: LACO OFFICE PRODUCTS Finke GmbH – Eine Firma, die Büroartikel herstellt. Wenn ich das Logo sehe, kenne ich dieses sogar. 😉

Zusammensetzung Pferd: 70 % Fleisch vom Pferd (29 % Fleisch, 15 % Magen, 11 % Herzen, 10 % Lunge, 5 % Leber), Süsskartoffeln 6 %, Leinöl 0,4 %, Kräutermix 0,3 % (Brennnesselblätter, Schafgarbenkraut, Bockshornsamen, Kieselerde, Hagebuttenschalen, Chiasamen), Mineralstoffe.

Die Erläuterung der tierischen Inhaltsstoffe ist sehr genau und man sieht, was man bekommt. Ich persönlich finde, dass Lunge nicht in die Fütterung muss, da sie schwer verdaulich ist und wenig Nährwerte hat. Aber darüber kann man sich streiten. Der Anteil an Magen ist relativ hoch, was für Hunde mit Nierenproblemen nicht so gut wäre, da Magen sehr viel Phosphor enthält.

Der pflanzliche Anteil besteht aus Süßkartoffeln und Kräutern. Das kann man machen, aber ich persönlich finde, dass Kohlehydrate nicht in die Fütterung eines Hundes müssen. Mir fehlt in diesem Futter Gemüse ohne Stärkeanteile. Deshalb würde ich persönlich es nicht kaufen. Allerdings ist dieses Futter dennoch hochwertiger.

Sofern man diese Sorte füttert, könnte man jedoch bei einer Ausschlussdiät nicht mit Pferd arbeiten.

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Analytische Bestandteile: Rohprotein:   11,0 %, Rohfett: 4,5 %, Feuchtigkeit: 78,4 %, Rohasche: 2,0 %, Rohfaser: 0,5 %

Der Anteil an Stickstofffreien Extraktstoffen im Futter liegt bei 3,6 %, bzw. 16,7 % in der Trockensubstanz. Für eine Hund mit Diabetes wäre dieses Futter nicht geeignet. Auch bei Hunden mit Nierenerkrankungen wäre ich vorsichtig, da das Fettanteil gering ist und der Proteinanteil hoch.

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Dieses Futter enthält anscheinend keine synthetischen Zusatzstoffe. Meiner Einschätzung nach ist in diesem Futter zwar der Vitamin D Anteil nicht ausreichend. Außerdem ist enthält keines der angegebenen Bestandteil viel Calcium. Man könnte nun vermuten, dass all diese unter der Zutat „Mineralstoffe“ enthalten sind. Aber sicher sein kann man sich nur, wenn der Hersteller eine Nährwertanalyse herausgibt.

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Pepper’s Choice  – Pferd pur

Zusammensetzung: Ausschließlich Pferd (Pferdemuskelfleisch, Pferdeherzen, Pferdelunge, Pferdemagen, Pferdeleber), Mineralstoffe.

Die Zusammensetzung der tierischen Anteile ist ähnlich wie die Sorte. Allerdings weiß man hier nicht, wie hoch der Anteil der einzelnen tierischen Bestandteile ist. Hier ist auch wichtig zu wissen, dass die Sorte „Pferd pur“ ein Ergänzungsfuttermittel ist, da der pflanzliche Anteil fehlt. Einige Hundebesitzer nutzen diese Art des Futters bei Hunden mit einer Futtermittelallergie/-unverträglichkeit. Ich würde davon jedoch abraten, da es Hunde gibt, die nicht auf den tierischen oder pflanzlichen Anteil reagieren, sondern auf die Dosenbeschichtung oder die Zusatzstoffe/Konservierungsstoffe.

Ansonsten – sofern man das Futter mit Gemüse und Obst, Lachsöl und eventuell Calcium ergänzt, ist es in Ordnung. Ich würde hier jedoch vor der Fütterung erfragen, ob Calcium enthalten ist und welche anderen Mineralstoffe beigefügt wurden.

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Fazit:

Pepper’s Choice ist eines der hochwertigen und auch hochpreisigen Hundefuttersorten. Mir gefällt, dass der Hersteller ausschließlich Nassfutter und Kauartikel (und Hundezubehör) anbietet. Er gibt an, dass das Fleisch aus der Region um Sottrum (bei Bremen) kommt. Über die Zusammensetzung kann man sich streiten, aber ich würde dieses Futter an sich als eine – für mich – akzeptable Futtersorte bezeichnen. Sofern bekannt ist, dass der Hund jedoch noch nie Pferd gefressen hat, würde ich empfehlen es noch weg zu lassen, um eine größere Fleischauswahl bei eventuellen Allergien oder Unverträglichkeiten zu haben. Ich persönlich nutze u.a. das Rind Menü für Murphy als „Notdose“.


Paul’s Beute – Wild

Firma: Pauls Beute GmbH aus Hamburg

Zusammensetzung: 61% Wild (Muskelfleisch, Herz, Lunge und Leber), 23% Wildfleischbrühe, 7% Amaranth, 5% Kürbis, 1% Preiselbeeren, Lebertran, Eierschalenmehl, 0,2% Rosmarin, Seealgen

Ich gestehe… ich mag diese Zusammensetzung ganz gut. Auch wenn Lunge kein muss ist und auch hier eine Kohlehydratquelle enthalten ist, so ist es immerhin ein „Pseudogetreide“, welches weniger Allergien hervorruft und deutlich gesunder ist, als Weizen oder Mais. Auch der Gemüse und Obst anteil ist angenehm, eine Vitamin D Quelle ist angegeben, man weiß, woher Calcium (Eierschale) und Jod (Algen) kommen. Natürlich könnte man noch bemängeln, dass es keine offene Deklaration ist und nicht alle Zutaten mit Prozentangaben genannt werden, aber z.T. fällt es schon unter das Betriebsgeheimnis und der Hersteller müsste sich haarfein an die Zusammensetzung halten und in jeder Dose die identische Menge an tierischen und pflanzlichen Bestandteilen haben.

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Analyse Werte: Rohprotein 10,6%, Rohfett 6,5%, Rohasche 1,2%, Rohfaser 0,4%, Feuchtigkeit 74% (Opt. Ca/P-Verhältnis von 1,3 : 1)

Der Fettanteil ist für ein Hundefutter fast im oberen Bereich, was bedeuten kann, dass der Hund eventuell weicheren Kot hat. Auch für Hunde mit Leber- und Pankreasproblemen könnte diese Sorte etwas schwieriger sein. Aber für einen gesunden Hund ist auch das kein Problem.

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Dieses Futter enthält keine künstlichen Zusatzstoffe. Braucht es auch fast nicht mehr. Der Lebertran enthält Vitamin D und wichtige Fettsäuren. Seealgen enthalten Jod. Muskelfleisch enthält wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente und die Eierschale das Calcium. Nun weiß man zwar nicht, wieviel der jeweiligen Zutat enthalten ist und ob damit eine Über- oder Unterversorgung gegeben ist, aber der Fakt, dass die Nährstoffe überhaupt enthalten sind ist ein klares Plus!

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Fazit: Ich schätze dieses Futter als sehr gut ein. Der Hersteller kommt aus der Nähe, die Inhaltsstoffe sollen alle aus Deutschland kommen und auch inhaltlich finde ich das Futter gut. Auch die anderen Nassfuttersorten sind empfehlenswert. Das wäre definitiv eine „Not-Dose“ für Murphy


Mac’s Dog Mono Sensitive Kaninchen

Firma: Pro Pet Koller GmbH & Co. KG (mit den Marken Mac’s und Tundra)

Zusammensetzung: Fleisch (min. 70% Kaninchenfleisch) und tierische Nebenerzeugnisse (Kaninchenlunge, Kaninchenleber, Kaninchenherzen), Kartoffel (3%), Erbsen (2%), Rosmarinextrakt, Mineralstoffe.

Dieses Futter hat einen sehr hohen tierischen Anteil mit einer relativ offenen Deklarierung. Nun steht beim Fleisch „min. 70 % Kaninchenfleisch). Das könnten man nun so interpretieren, dass vom Futter 70 % Kaninchenfleisch sind oder vom tierischen Anteil oder aber nur vom Fleisch. Eventuell sind also 30 % vom Fleisch nicht vom Kaninchen. Es ist weiterhin unklar, wieviel Nebenerzeugnisse enthalten sind. Persönlich bin ich auch kein Fan der Kartoffeln und Erbsen, da es wieder nur Stärke ist. Anderes Gemüse würde mir hier besser gefallen. Aber darüber kann man streiten.

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Analytische Werte: Rohprotein 10,20%, Rohfett 6,20%, Rohasche 2,00%, Rohfaser 0,40%, Feuchtigkeit 78,00%

Der Anteil an Feuchtigkeit ist nicht all zu hoch, was bedeutet, hier wurde nicht mit zu viel Wasser gestreckt. Für ein Tier mit Nierenerkrankungen wäre dieses Futter eventuell in Betracht zu ziehen, da der Fettanteil etwas höher ist und somit der Proteinanteil niedriger. Der NfE in der Trockensubstanz liegt hier bei 14,5 %. Doch schon allein aufgrund der Kohlehydrate wäre dieses Futter nicht für einen Diabetiker geeignet.

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Zusatzstoffe: Vitamin D3 200 I.E., Zink als Zinksulfat, Monohydrat 15 mg/kg, Mangan als Mangan-II-sulfat, Monohydrat                3 mg/kg

Kupfer als Kupfer-II-sulfat, Pentahydrat 1 mg/kg, Jod als Calciumjodat, wasserfrei 0,75 mg/kg

Ich schaue mir nun einfach mal Jod an. Ein 20 kg Hund soll laut Fütterungsempfehlung zwischen 750 g – 850 g Futter am Tag bekommen. Der Jodbedarf des Hundes liegt bei 0,3 mg. Wenn in 1 kg Futter 0,75 mg Jod enthalten sind, so bekommt unser 20 kg Hund nun aber 0,56 – 0,63 mg Jod und bekommt somit deutlich zu viel Jod. Auf Dauer könnte das einen Einfluss auf die Schilddrüse haben.

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Fazit:

Auf Dauer würde ich diese Sorte allein nicht empfehlen. Es ist an sich kein schlechtes Futter, ist deutlich offener mit seinen Inhaltsstoffen als andere Hersteller und gibt ebenfalls an, dass sie ohne Tierversuche arbeiten. Dennoch sollte diese Futtersorte allein nicht dauerhaft angeboten werden, sondern abwechselnd mit anderen Futtersorten/-marken.


Rinti Kennerfleisch mit Ente

Firma: Finnern GmbH & Co. KG (auch Schmusy, Miamor und Kattovit Katzenfutter)

Rinti ist den meisten Hundebesitzern bekannt. Ich persönlich nutze gern die Bitties als Trainingssnacks für Murphy. Aber heute schaue ich mir „Rinti Kennerfleisch mit Ente“ an.

Zusammensetzung: Ente (15% Entenherzen), Lunge, Leber, Muskelfleisch, Schwarten, Euter, Pansen, Mineralstoffe, Flachsöl (0,2%), Rübenfaser (0,2%).

In diesem Futter ist ein sehr hoher tierischer Anteil. Ihr wisst, dass ich immer betone, dass Fleisch – also Muskelfleisch – der Hauptbestandteil sein sollte. Hier sehen wir nun, dass der Hauptbestandteil Ente ist. Ist nun 15 % des Futters Entenherz und weiter ist nichts von der Ente drin? Oder sind 15 % vom Entenanteil Entenherz und der Rest ist etwas anderes? Die Frage wird sich nicht klären. Fakt ist aber: dieses Futter enthält unter 16 % Ente. Denn sonst dürfte auf der Dose stehen „Reich an Ente“ und nicht „mit Ente“.

Die Bestandteile Lunge, Leber, Muskelfleisch, Schwarte, Euter und Pansen kommen somit von anderen Tieren (wahrscheinlich hauptsächlich Schwein, Rind). Der Leberanteil im Futter ist höher als der Muskelfleischanteil. Das könnte dauerhaft zu einer Überversorgung an Vitamin A führen.

Auch fehlt mir in diesem Futter ein Gemüseanteil…

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Analytische Werte: Rohprotein 11,0%, Fettgehalt 8,0%, Rohfaser 0,6%, Rohasche 2,5%, Feuchtegehalt 77,0%

Für ein Hundefutter enthält dieses Futter doch sehr viel Fett und Proteine. Der hohe Fettgehalt kann unter Umständen zu Verdauungsproblemen führen, sofern der Hund empfindlich ist oder eine Vorgeschichte mit Magen-Darm-Erkrankungen hat. Würde sich dieses Futter als Ergänzungsfuttermittel verkaufen, auf dem vermerkt ist, dass noch Gemüse/Obst/Kohlehydrate hinzugefügt werden sollen, würde das schon wieder anders aussehen.

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Zusatzstoffe: Vitamin D3: 200 I.E., Vitamin E (als all-rac alpha-Tocopherylacetat): 40mg, Zink (als Zinkoxid): 30mg

Diese Mengen sind schon fast der Standard. Warum ist eigentlich fast jedem Futter Vitamin D beigefügt? Vitamin D ist hauptsächlich im Fisch enthalten. Enthält ein Futter keinen Fisch, wird meist Vitamin D hinzugefügt.

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Fazit: Ich finde dieses Futter für Hunde nicht ideal, da es fast eine Reinfleischdose ist (bis auf die Mineralstoffe, Öle und Rübenfasern. Die Deklaration ist zwar offener, als es bei vielen anderen Hundefuttersorten der Fall ist. Als Alleinfuttermittel finde ich es trotzdem nicht geeignet.


Belcando Pute mit Reis & Zucchini

Firma: BEWITAL petfood GmbH & Co. KG

Zusammensetzung: Putenfleisch, -leber, -herz, -muskelmagen (63 %); Fleischbrühe von Pute (26,5 %); Reis, gekocht (4 %); Zucchini (4 %); Chiasaat (1 %); Mineralstoffe (1 %); Distelöl (0,5 %)

Die Deklaration dieses Futters ist relativ offen. Wir können erkennen, dass der Hauptteil des tierischen Anteiles Putenfleisch ist. Wir wissen zwar nicht wie viel, aber dennoch sollte es der Hauptteil sein. Der Leberanteil könnte etwas hoch sein, da Leber an 2. Stelle steht, aber theoretisch könnten 80 % vom tierischen Anteil Fleisch sein und der Rest ist aufgeteilt auf Leber, Herz und Magen. Dann wäre es wieder völlig in Ordnung. Fleischbrühe, im Gegensatz zu Wasser, muss deklariert werden. Dieses Futter enthält zwar Reis, was nicht unbedingt ideal ist… aber es sind nur 4 % gekochter Reis und das ist völlig in Ordnung.

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Analytische Bestandteile: Protein 11,0 %; Fettgehalt 5,5 %; Rohasche 2,0 %; Rohfaser 0,4 %; Feuchtigkeit 78,0 %

Weder Fettgehalt noch Feuchtigkeit sind zu hoch. Sofern der Hund Nierenprobleme hat, könnte der Proteinanteil bzw. tierische Anteil etwas zu hoch sein, aber für einen gesunden Hund ist es völlig in Ordnung.

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Zusatzstoffe je kg: Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: Vitamin D3 200 I.E.; Vitamin E (als Alpha-Tocopherolacetat) 50 mg; Mangan (als Mangan(II)sulfat) 2 mg; Zink (als Zinksulfat, Monohydrat) 20 mg; Iod (als Calciumiodat, wasserfrei) 0,2 mg

Es ist natürlich schön, wenn ein Fertigfutter keine Zusatzstoffe benötigt, aber mir ist es lieber, wenn fehlende Nährstoffe synthetisch hinzufügt werden, als dass sie fehlen. Das einzige, was ich diesem Futter hinzufügen würde, wäre Lachsöl als Quelle von EPA und DHA.

Fazit: Dieses Futter ist durchaus gut und für mich auch eine Option für meinen Hund. Wir haben eine halboffene Deklaration mit genauerer Auflistung der Inhaltsstoffe, der Kohlehydrateanteil hält sich in Grenzen und wir wissen auch woher die Feuchtigkeit kommt. Deshalb finde ich dieses Futter völlig in Ordnung in Abwechslung mit anderen Sorten (und Marken).


Wildborn Silver Creek mit Ziege

Firma: Natural Living GmbH aus Hamburg

Vorab: Ein Futter, welches “Made in Germany“ ist und auf der Vorderseite groß draufschreibt „Natural Premium Dogfood“ (das wird eigentlich getrennt geschrieben), „Cold Pressed“, „Prime Beef“ finde ich leicht traurig. Jemand, der der englischen Sprache nicht mächtig ist, versteht es vielleicht nicht… Nun denn…

Zusammensetzung: Frische Ziege (23,5 %), Süßkartoffeln (20 % getrocknet und gemahlen), Süßkartoffelflocken (15,5 %), Entenfleisch (getrocknet & gemahlen), Kartoffeln (getrocknet und gemahlen), tierisches Fett, Leinsamen, Proteinhydrolysat, Dicalciumphosphat, Preiselbeeren (getrocknet), Bierhefe (getrocknet), Blaubeeren (getrocknet), Yucca-Extrakt, Brennnessel (getrocknet), Brombeerblätter (getrocknet), Schafgarbe (getrocknet), Fenchel (getrocknet), Kümmel (getrocknet), Kamillenblüten (getrocknet), Mistelkraut (getrocknet), Enzianwurzel (getrocknet), Tausendgüldenkraut (0,01 % getrocknet)

Wenn ich ein Futter sehe, auf dem steht „MIT ZIEGE“. In der Inhaltsliste steht 23,5 % frische Ziege. Gehen wir davon aus, dass Ziege maximal 60 % Feuchtigkeit enthält (wahrscheinlich mehr) und wird die Feuchtigkeit bis auf etwa 10 % entfernt, sind wir nur noch bei 11,75 % Ziegenanteil. Deshalb steht auf dem Futter auch „mit“ Ziege. Das Wörtchen „mit“ zeigt uns, dass mindestens 4 % tierischer Anteil vom Tier sein muss, was auf der Packung steht. Es sind aber auch nur maximal 15,9 %, denn sonst dürfte auf der Packung „reich an Ziege“ stehen. Wenn die frische Ziege nun auch aus Innereien besteht, ist sogar noch weniger Ziege enthalten, da Innereien mehr Feuchtigkeit enthalten.

Sehen wir dann, dass an 2. Stelle getrocknete Süßkartoffeln und Süßkartoffelflocken stehen, besteht das Futter also zu 35,5 % aus Süßkartoffel und nur 11,75 % aus Ziege. Kartoffeln sind auch noch enthalten. Nun ist auch noch getrocknetes Entenfleisch und tierisches Fett enthalten. 

Und nun stellt euch mal einen Instant-Kartoffelbreipulver vor, was passiert, wenn da ein bissl Feuchtigkeit dran kommt…

Für mich fällt das Futter also allein aufgrund der Zusammensetzung schon raus.

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Analytische Werte:

Protein: 24,0 %, Fettgehalt: 12,0 %, Rohfaser: 2,5 %, Rohasche: 8,5 %, Calcium: 1,5 %, Phosphor: 1,1 %, Natrium: 0,3 %

Es ist normal, dass im Trockenfutter die analytischen Werte höher sind, als im Nassfutter, da ja hier die Feuchtigkeit deutlich niedriger ist. Es gibt da Erfahrungswerte „von bis“ und die Protein- und Fettwerte hier sind beide an der unteren Grenze des durchschnittlichen Gehaltes. Wir haben also relativ wenig Protein und relativ wenig Fett.

Schauen wir mal auf den NfE, wenn wir davon ausgehen, dass der Feuchtigkeitsgehalt bei 10 % liegt: Noch inklusive der Feuchtigkeit liegt der bei 43 %. In der Trockensubstanz ist der NfE bei 48 %. Wir haben hier also einen riesigen Stärkegehalt. Für Hunde mit Diabetes, Krebs und Erkrankungen des Bewegungsapparates würde ich dieses Futter absolut nicht empfehlen.

Und Calcium:Phosphor? Das Verhältnis von 1,5 : 1,1 finde ich dauerhaft nicht ideal und sollte besser bei 1:1 sein. Ein Hund mit 20 kg soll 255 g des Futter am Tag fressen. Der Calcium- und Phosphor-Gehalt ist somit bei 3,8 g und 2,8 g.

Nach Meyer/Zentek, deren Bedarfswerte von Ernährungsberatern oft genutzt werden, ist der Bedarf jedoch bei 1,6 g Calcium und 1,2 g Phosphor. Da sind wir nun deutlich drüber. Bis der Körper auf eine falsche Ernährung reagiert, kann es Monate dauern. Manchmal sind Veränderungen auch erst in der nächsten Generation sichtbar. Aber dennoch ist dies ein weiteres Indiz, warum ich dieses Futter dauerhaft nicht empfehlen würde.

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ERNÄHRUNGSPHYSIOLOGISCHE ZUSATZSTOFFE JE KG: Vitamin A: 12 000 I.E., Vitamin D3: 1 200 I.E., Vitamin E: 100 mg, Kupfer (als Kupfer-(II)-Sulfat, Pentahydrat): 10 mg, Zink (als Zinkoxid): 70 mg, Zink (als Aminosäure Zinkchelat, Hydrat): 5,3mg, Jod (als Calciumjodat, wasserfrei): 2 mg, Selen (als Natriumselenit): 0,2 mg, Taurin: 300mg

Interessant ist, dass hier Taurin zugefügt wurde. Das macht zwar auf die Futtermenge keinen großen Unterschied, aber ich bin ein Fan davon diese Aminosäure auch Hunden zum Futter zu geben – vor allem, wenn diese zu Herzproblemen oder Epilepsie neigen. Es gibt bereits Studien, die zeigen, dass Taurin darauf einen positive Einfluss haben kann.

Ich möchte mir aber noch das Jod ansehen. Unser 20-kg-Hund würde bei 255 g Futter täglich 0,5 mg Jod zu sich nehmen. Der Bedarf liegt bei etwa 0,3 mg Jod. Das wäre an sich problematisch, wenn der Hund einen Schilddrüsenproblematik hat. Unklar ist aber, woher diese Krankheit rührt. Eine Theorie ist die Überversorgung von Jod durch die Fütterung. Dementsprechend ist es auch hier fraglich.

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Fazit:

Würde ich meinem Hund dieses Futter geben? Niemals.

1. Es ist Trockenfutter.

2. Es ist Ziegenfleisch. Ziege würde ich einem gesunden Hund deshalb nicht füttern, falls man einmal eine Alternative braucht, um eine Futtermittelunverträglichkeit/-allergie zu diagnostizieren. Während einer Ausschlussdiät muss das Tier Fleisch bekommen, welches es noch nie vorher hatte. Früher war das oft Pferd, aber das wird immer öfter ins Fertigfutter gemischt. Deshalb rate ich dazu Ziege nicht zu füttern, um im Fall der Fälle eine Alternative zu haben.

3. Die Zusammensetzung ist leicht irreführend und zeigt auch, dass der Hauptbestandteil des Futters Kohlehydrate sind.

4. Nährstoffüberversorgung: Studien zeigen zwar, dass ein Hund zum Teil die 5 – 10-Fache Menge an Nährstoffen Problemlos ab kann, aber überleben heißt nicht gesund leben.


Dogz Finefood N° 10 – Lamm

Firma: Pets Nature GmbH

Zusammensetzung: Lamm* 65 % (bestehend aus Muskelfleisch, Herz, Leber, Lunge und Pansen), Trinkwasser 25,7 %, Zucchini 4 %, Preiselbeeren 3 %, Spinat 1 %, Mineralstoffe 1 %, Traubenkernöl  0,2 %, Salbei 0,1 %

*Anteile Lamm: Muskelfleisch & Herz zusammen circa 50 % (davon 2/3 Fleisch und 1/3 Herz), Innereien zusammen circa 50 % (je 1/3 Leber, Lunge und Pansen)

Haaach, es ist so schön mal ein Futter zu sehen, welches KEINE Kohlehydrate enthält. Schon allein deshalb sage ich, das Futter könnt ihr eurem Hund gern füttern. Wenn wir das Wasser weglassen haben wir nun einen tierischen Anteil von 87,5 % und einen pflanzlichen Anteil von 10,8 %. Das ist für einen gesunden Hund absolut okay.

Lunge und Pansen gehören nun nicht unbedingt zu gut verdaulichen Bestandteilen und wenn der Pansen gewachsen wurde (weißer Pansen), dann sind da auch keine Nährstoffe mehr enthalten und es handelt sich nur um Füllmaterial.

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Analytische Bestandteile:

Protein 10,2 %, Fettgehalt 6,3 %, Rohasche 2,2 %, Rohfaser 0,4 %, Feuchtigkeit 76 %, Calcium 0,2-0,3 %, Phosphor 0,15-0,25 %

Der Fettanteil im Futter ist relativ hoch, was bei sensiblen Hunden zu Verdauungsproblemen führen kann. Ein gesunder Hund sollte hier aber keine Probleme haben. Der Feuchtigkeitsgehalt ist ebenfalls nicht zu hoch.

Der NfE liegt bei 4,9, bzw bei 20,4 % in der Trockensubstanz. Das heißt nun wieder, dass das Futter NICHT für Hunde mit Diabetes geeignet ist.

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe je kg:

Vitamin A 3000,00 I.E., Vitamin D3 200,00 I.E., Vitamin E 30,00 mg, Vitamin B1 13,00 mg, Vitamin B2 6,00 mg, Vitamin B6 3,00 mg, Vitamin B12 75,00 mcg, Vitamin C 40,00 mg, Cholinchlorid 700,00 mg, Pantothensäure 12,00 mg, Nicotinsäureamid 18,00 mg, Folsäure 0,60 mg, Biotin 300,00 mcg, Zink gesamt 15,00 mg, Zink als Zinksulfat Monohydrat 15,00 mg, Mangan gesamt 3,00 mg, Mangan als Mangan-II-Sulfat Monohydrat 3,00 mg, Jod als Calciumjodat (wasserfrei) 0,75 mg, Selen als Natriumselenit 0,03 mg

Ich gestehe, die Liste der Zusatzstoffe überrascht mit nun etwas. B-Vitamine sind zu Hauf in tierischen Bestandteilen enthalten, Leber ist voller Vitamin A. Warum ist es dann notwendig so viele synthetischen Vitamine dem Futter beizumischen?

Da die B-Vitamine wasserlöslich sind, sind sie nicht so einfach überdosierbar und waschen mit dem Urin aus dem Körper. Aber dennoch bin ich verwundert darüber und die Zusatzstoffe erinnern eher an ein Trockenfutter

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Fazit: Ihr seht, am Anfang des Beitrages bin ich fast euphorisch über das Futter, am Ende skeptisch. Würde ich das Futter nun meinem Hund füttern? Als Not-Dose würde ich es mal füttern. Aber für die dauerhafte Fütterung bin ich doch zu skeptisch über die vielen Zusatzstoffe. Dieses sollte im Futter sein, wenn sie ansonsten in der Fütterung fehlen würden. Aber ich frage mich, ob es hier nun doch etwas zu viel des Guten ist.


MjAMjAM – vorzügliches Kalb an gedämpfter Zucchini

Firma: MjAMjAM Petfood GmbH

Vorzügliches Kalb and gedämpfter Zucchini – das ist marketing-technisch sehr schön beschrieben, ist dem Hund allerdings egal.

Schauen wir uns die Zutaten auf dem Bild an, sehen wir, dass der größte Anteil im Futter Fleisch ist. Die Deklaration ist relativ offen, allerding fehlt mir hier eine Vitamin A Quelle. Niere enthält zwar ein bisschen Vitamin A aber alle anderen Zutaten enthalten so gut wie kein Vitamin A. Wenn die Zucchini bereits gedämpft in das Futter kommen, werden sie dann noch einmal erhitzt, damit das Futter haltbar gemacht wird. Somit gehen auch da viele Nährwerte verloren.

Und für ein Hundefutter finde ich den Tierischen Anteil ziemlich hoch.

Der NfE-Wert ist völlig in Ordnung und das Futter ist auch für Diabetiker geeignet. Der Fettgehalt ist mit 6 % etwas hoch, ich wäre also bei vorsichtig, wenn euer Hund Leberprobleme und Magen-Darm-Probleme hat.

Ich habe mir noch die Zusammensetzung einiger anderen MjaMjaM-Sorten angeschaut und sowohl die Aufteilung der tierischen Komponenten, als auch der pflanzliche Anteil sind oft etwas passender. Auch wenn oft wieder ein geringer Anteil Kohlenhydrate eingesetzt wird und das Futter somit für Diabetiker raus ist, ist es dennoch eine der besseren Marken, die für Hunde relativ gut geeignet sind. Wenn ihr also die Sorte mit Kalb nicht täglich füttert, sondern abwechselnd mit anderen Sorten, ist alles in Ordnung.


Josera Nature Energetic

Firma: foodforplanet GmbH & Co. KG – Teil der Josera-Erbacher Gruppe, wobei sich Josera auch Hunde-, Katzen- und Pferdefutter fokussiert und Erbacher auf die Verarbeitung von Getreide

Dieses Futter bewirbt ganz groß, dass es kein Getreide enthält und keine Kartoffeln. Dafür enthält es aber getrocknete Süßkartoffel und diese wird als Gemüse bezeichnet. Auch die Kartoffel ist ein Gemüse. Und… auch die Süßkartoffel ist ein sogenanntes Grundnahrungsmittel, denn: Sie enthält Kohlehydrate und somit viel Energie.

Vergleichen wir kurz die Kartoffel und die Süßkartoffel:

  • Energie Kartoffel: 69 kcal / 100 g
  • Energie Süßkartoffel: 111 kcal / 100 g
  • Kohlehydrate Kartoffel: 14,2 g / 100 g
  • Kohlehydrate Süßkartoffel: 24,1 g / 100 g
  • Zucker Kartoffel: 0,6 g / 100 g
  • Zucker Süßkartoffel: 4,8 g / 100 g

Hier noch ein Blick auf die Zusammensetzung:

Getrocknetes Geflügelprotein; Erbsenmehl; getrocknete Süßkartoffel; Geflügelfett; Rübenfaser; Johannisbrotmehl; hydrolysiertes Geflügelprotein; Mineralstoffe; Hefe; Apfelfaser; Chicorée-Wurzel (gemahlen, natürliche Quelle von Inulin); getrocknetes Fleisch der Neuseeländischen Grünlippmuschel (Perna canaliculus).

Auch wenn das Futter dafür wirbt, dass es Geflügelfleisch enthält… da ist leider nichts ins von im Futter gelandet, denn hier sind nur die extrahierten Proteine vom Geflügel drin.

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Analytische Bestandteile: Protein 25,0 %, Fettgehalt 17,0 %, Rohfaser 3,0 %, Rohasche 7,4 %

Das Protein ist im unteren Bereich und Fett im oberen Bereich für ein Trockenfutter. Hier scheint doch sehr viel Geflügelfett im Einsatz zu sein. Das gibt zwar Kalorien, heißt aber auch, dass das Futter relativ schnell ranzig wird, wenn nicht genug Konservierungsstoffe im Einsatz sind. Der Rohasche-Anteil ist auch im etwas höheren Bereich, was darauf hindeutet, dass hier viele Mineralstoffe enthalten sind, die nicht verbrennen.

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Ihr könnt auf dem Bild wieder eine sehr lange Liste an Zusatzstoffen sehen. Eigentlich wurden fast alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente noch einmal synthetisch hinzugefügt.

Ihr könnt auch einen technischen Zusatzstoff sehen. Stark tocopherolhaltige Extrakte. Das ist an sich nichts schlechtes und heißt, dass hier Vitamin E als Antioxidationsmittel enthalten ist. Davon muss im Trockenfutter viel enthalten sein – vor allem, wenn es sehr fettreich ist. Nur so kann ein großer Sack auch so lange haltbar sein.

Fazit: In diesem Futter ist kein Fleisch. Es erweckt den Anschein, dass hier keine Kohlehydrate enthalten sind und die Liste der Zusatzstoffe ist wieder ellenlang. Plus: Mich stört, dass der Hersteller auch ein Geschäftsfeld in der Getreideverarbeitung hat. Es ist einfach kein gutes Futter. Tut mir Leid.


PREMIERE Soft Mini Adult Geflügel

Firma: Eigenmarke Fressnapf

Ich habe nun überlegt, ob ich ein Trockenfutter oder Nassfutter für Hunde untersuche. Wie praktisch, dass es für Hunde auch Halbfeuchtes Futter gibt. 😉

Zusammensetzung: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (55% frisches Huhn,davon 10% Fleisch), Mais, Hühnerprotein, Reis, Geflügelproteinhydrolysat, Kartoffeleiweiß, Leinsaat (1%), Rübentrockenschnitzel (entzuckert), Lachsöl, Zichorienpulver (0,26%), Bierhefe, Erbsen, Sellerie, Tomaten, Karotten, Äpfel, Yucca schidigera, Preiselbeeren, Blaubeeren, Tagetesblüten, Brennnesseln, Brombeerblätter, Gemeine Schafgarbe, Fenchel, Kümmel, Kamillenblüten, Mistelkraut, Enzianwurzeln, Tausendgüldenkraut.

Das Futter wirbt groß mit „Extra hoher Frischfleisch-Anteil (55%) für beste Akzeptanz“. Nun ja. Dann würde ich aber auch 55 % Fleisch erwarten und nicht 10 % Fleisch von 55 % Futter. Das macht dann nämlich nur noch 5,5 % Fleischanteil vom gesamten Futter und 49,5 % Nebenerzeugnisse vom Geflügel. Und das aber auch nur im Ursprungszustand. Wenn wir annehmen, dass Fleisch einen Feuchtigkeitsgehalt von 60 % hat, und dem wird die Feuchtigkeit entzogen, so dass nur noch 19 % Feuchtigkeitsanteil drin sind, dann ist im Futter nur noch ein Fleischanteil von 3,25 %.

Mais, Geflügelproteine, Kartoffeleiweis, Reis, etc können alle im getrockneten Zustand in die Fleischmasse gegeben werden.

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Analytische Bestandteile: Protein 24%, Fettgehalt 14%, Rohasche 7,2%, Rohfaser 1,7%, Feuchtigkeit 19%

Futter, welches mehr als 14 % Feuchtigkeit enthält, muss die Feuchtigkeit ausweisen und wird als Halbfeuchtes Futter bezeichnet. Wobei halbfeucht ja nicht ganz stimmt, da das Futter keine 50 % Feuchtigkeit enthält. Hier ist also die Wasserversorgung auch extrem wichtig.

Der NfE-Wert liegt bei 34,1 %, bzw. 42,1 % in der Trockenmasse. Für Diabetiker ist das Futter also definitiv nicht geeignet.

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Zusatzstoffe pro kg: Vitamin A 11750 IE, Vitamin D3 1175 I, Vitamin C 70mg, Kupfer (Kupfer(II)-sulfat, Pentahydrat) 10mg, Jod (Kalziumjodat, wasserfrei) 2mg, Selen (Natriumselenit) 0,2mg, Zink (Zinkoxid) 70mg. Technologische Zusatzstoffe: Antioxidationmittel

Mich wundert ein wenig, warum noch so viel Vitamin A dem Futter zugefügt wird, wenn doch ein großer Teil vom Futter tierische Nebenerzeugnisse sind. Da frage ich mich, was da wirklich ins Futter gemacht wird, damit man noch so viel Vitamin A hinzufügen muss. Denn die Zusatzstoffe werden ja hinzugefügt, damit das Tier keine Mangelerscheinungen bekommt.

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Fazit: Auch wenn das Futter ein bisschen mehr Feuchtigkeit enthält als so manch anderes Futter, finde ich es dennoch nicht gut. Es wirbt mit 55 % Frischfleisch-Anteil und genau genommen ist dann da doch deutlich weniger Fleisch drin. Das allein spricht für mich schon dagegen. Ob man nun spezielles Futter für unterschiedliche Hundegrößen braucht – denn das Futter ist für kleine Hunde – ist auch fraglich.


Benevo DUO Hunde- und Katzennahrung

Firma: Benevo / Vegeco Ltd aus Großbritannien – Die Firma stellt verschiedene Vegetarische/Vegane Produkte für Mensch und Tier her und soll besonders Umweltbewusst sein.

Warum ist dieses Futter kritisch zu betrachten?

Zusammensetzung: Wasser, Kartoffeln, Karotten, Hafergrütze, Sonnenblumenöl, Erbsen, Naturreis, Tomaten, Blaubeeren, Cranberries, getrocknete Bierhefe, Taurin, Vitamin A Acetat, Vitamin D2, Vitamin E, Ascorbinsäure (Vitamin C), Niacin (Vit. B3), Pantothensäure (Vit. B5), Riboflavin (Vit. B2), Thiamin Mononitrat (Vit. B1), Pyridoxin Hydrochlorid (Vit. B6), Vitamin B12, Biotin (Vit. B7), Folsäure, Zinksulfat, Eisen(II)-Sulfat, Mangansulfat, Kupfersulfat, Calciumiodat und Natriumselenit

Zusatzstoffe: Vitamine: A, D2 (200iu/kg), E, C, B3, B5, B2, B1, B6, B12, B7, Folsäure Spurenelemente: Zink, Eisen, Mangan, Kupfer, Jod, Selen, taurin 6,6mg/kg

Analytische Bestandteile: Rohprotein min. 8,0%, Rohfaser max. 3,0% Rohfett min. 3,0% Rohasche: 2% Feuchtigkeit max. 76%

1. – Es ist ein Futter für Hund und Katze. Beide Tiere haben allerdings unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Die Katze ist ein reiner Fleischfresser und kann vegane Nahrungsbestandteile nicht verwerten – da fehlen die Enzyme für. Öl kann die Katze nur sehr schlecht überhaupt abbauen, weshalb man auf Dauer die Katze vergiften würde.

2. Sämtliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sind synthetischer Natur. Wie viel Hund und Katze davon tatsächlich aufnehmen ist die Frage. Gerade beim Vitamin D gehen einige Studien davon aus, dass die Bioverfügbarkeit von Vitamin D3 aus tierischen Bestandteilen (v.a. Fisch) deutlich höher ist, als Vitamin D2 aus pflanzlichen Bestandteilen. Wir haben auch keine Informationen, wie viele Zusatzstoffe überhaupt enthalten sind. Karotten enthalten viel Vitamin A, was der Hund verwerten kann, die Katze nicht. Nun wird aber zusätzlich Vitamin A noch zugefügt… wie viel?

3. Das Futter ist voller Kohlehydrate, damit hier überhaupt irgendwas an Energie in das Tier kommt. Kartoffeln, Hafer, Erbens, Reis – alles Kohlehydrate. Für Diabetiker schonmal Gift. Der NfE liegt bei 8 % (33 % in der Trockenmasse)

4. Hier fehlen viele Aminosäuren, bzw. Eiweis, bzw. Proteine. Diese sind zwar auch in Hülsenfrüchten enthalten (deshalb wohl die Erbsen). Aber hauptsächlich sind diese in tierischen Bestandteilen enthalten. Beispiel: Methionin – wichtig z.B. damit die Leber Fett verstoffwechseln kann. Erbsen enthalten 100 mg Methionin pro 100 g. Huhn enthält hingegen 640 mg/100 g. Ein 20 kg Hund braucht laut NRC etwa 2000 mg Methionin am Tag. Er müsste also 2 kg Erbsen fressen oder 312,5 g Huhn, um den Bedarf zu denken.

5. Es ist kaum Fett im Futter enthalten. Das Fett kann auch eigentlich nur durch das Sonnenblumenöl kommen und davon kann man ja nun auch nicht zu viel nutzen.

6. Der Hauptbestandteil vom Futter ist Wasser. Man kauft also für knapp EUR 3.00 eine 369 g Dose mit viel Wasser.

7. Man weiß nicht, in welcher Form die Bestandteile da reinkommen. Theoretisch könnte alles in Form vom Flocken im Futter landen, und mit Wasser aufgekocht werden. So wie ein Instant Kartoffelbrei.

8. Pro 100 g Futter hat das Futter 113,28 kcal. Die Kaloriendichte kann fast nur von den Kohlehydraten und vom Öl kommen. Das heißt, das Tier bekommt zwar kurzfristig Energie, der Blutzucker schießt in die Höhe, aber vermutlich hat das Tier nach ca. 4 Stunden wieder richtig Hunger. Das kennt ihr vielleicht, wenn ihr Toast gegessen habt oder bei McDonalds wart. So richtig satt macht das nicht.

Fütterungsempfehlung für einen 20 kg Hund liegt bei 820 g und nimmt somit 928 kcal zu sich. Das ist unterste Bedarfsgrenze für einen normal aktiven, gesunden Hund. Unsere 4 kg Katze bräuchte 164 g Futter und nimmt 185,77 kcal zu sich statt den benötigten 253 kcal.

Ich könnte vermutlich noch viel mehr Gründe finden, warum ich dieses Futter nicht empfehle. Ich finde es, wie gesagt, wichtig die Umwelt und das Klima zu schützen. Und ich weiß, dass viel Fleisch für Menschen und auch im Tierfutter aus Massentierhaltung stammt. Aber, ich denke nicht, dass eine vegane Ernährung unserer Tiere die Lösung ist. Wenn der Mensch für sich entscheidet vegan zu leben, dann finde ich, sollte er dennoch überlegen, was eine artgerechte Ernährung für seinen Hund und seine Katze ist. Und dazu gehört nun einmal die Fütterung von Fleisch. Wenn das für den Menschen nicht vertretbar ist, dann ist es meine Meinung, dass dieser Mensch vielleicht keine Hunde und Katzen halten sollte.

Veganes Hundefutter

Ist das gut für meinen Hund?

Hallo ihr Lieben,

wenn ihr heute durch den Supermarkt geht, dann ist es nicht mehr zu übersehen, dass veganes und vegetarisches Essen für uns Menschen ein richtiger Trend geworden ist. Auch mein Mann isst zum größten Teil nur noch vegan und ich versuche Fleisch auch zu vermeiden und achte zumindest darauf, woher da Fleisch kommt. Ich finde es auch absolut legitim, wenn wir als Menschen uns selbst entscheiden, dass wir auf Fleisch oder tierische Produkte verzichten. Wenn das ganze richtig angestellt wird und man sich gut informiert, kommt es auch zu keinen Mangelerscheinungen.

Die meisten Veganer/Vegetarier verzichten aus ethischen Gründen auf Fleisch und/oder tierische Produkte. Das kann ich auch nachvollziehen. Wenn ich über wieder die A2 längs fahre und komme an einem Schweintransporter vorbei, aus denen die Schweinschnäuzchen rausstupsen… dann kann ich bei meiner Mutter einfach kein Schnitzel essen.

Diese Ethik hört für mich jedoch beim Hund und vor allem bei der Katze auf. Katzen sind Fleischfresser und was anderes gehört in die Katze nicht rein, weil der Katze die Enzyme fehlen um pflanzliche Produkte zu verarbeiten, wie es z.B. ein Mensch oder ein Schaf kann. Und beim Hund… ja, da streiten sich nun die Geister.


Ich für mich sehe, dass der Hund die Aminosäuren aus tierischen Eiweißen definitiv braucht. Warum? Schauen wir uns doch mal ein vegetarisches Hundefutter an. Ich wähle ein, welches in den letzten Monaten etwas für Schlagzeilen gesorgt hat, weil sie in einer TV-Sendung nach einem Investoren gesucht haben: VegDog.

Nehmen wir uns die Sorte Adult No. 1 raus:

Zusammensetzung: 24% Kartoffeln, 11,5% Linsen, Hirse, Erbsenprotein, 3% Spinat, Lupine, 1,5% Erbsen, Sonnenblumenöl, Mineralstoffe, Sonnenblumenkerne, 0,8% Chiasamen, Algen, Hefe, Kamille, Löwenzahnblätter, Salbei, Thymian

Analytische Bestandteile: Rohprotein 6,1%, Rohfett 3,3%, Rohfaser 1,1%, Rohasche 1,6%, Feuchtigkeit 73,5%, Ca:P 1,46(Kalzium/Phosphor-Verhältnis), Puringehalt 30mg/100g

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe je kg Futter: Vitamin A (3a672a) 4.000 IE; Vitamin D3 (E671) 560 IE; Vitamin E (E3a700 all-rac-alpha-Tocopheryl-acetat) 16 mg; Vitamin B1 (3a821) 1 mg; Vitamin B2 3 mg; Vitamin B6 (3a831) 1,0 mg; Vitamin B12 30 μg; Nicotinsäure 5,0 mg; Calcium-D-Pantothenat (3a841) 10 mg; Folsäure 0,2 mg; L-Carnitin 480 mg; Taurin 500 mg; DL-Methionin (3c301) 3.000 mg; L-Threonin (3.3.1) 740 mg, L-Tryptophan (3.4.1) 260 mg; L-Valin (3c369) 620 mg, Eisen (Eisenglycin) (E1) 3,4 mg; Kupfer (Kupfer(II)-sulfat, Pentahydrat) (E4) 1,4 mg; Zink (Zinkoxid) (E6) 26 mg; Selen (Natriumselenit) (E8) 0,16 mg; Jod (Calciumjodat, wasserfrei) (E2) 0,44 mg

Fütterungsempfehlung für einen 10 kg Hund: 470 – 560 g (1 Dose enthält 400 g und kostet € 3,39 aufwärts)

Mein Eindruck des Futters:

  1. Als erstes fällt mir auf, dass die Liste an Zusatzstoffen enorm ist. Zusatzstoffe werden einem Futter hinzugefügt, wenn sie anderweitig in der Fütterung fehlen würden. Das heißt: Wenn ich den Hund rein vegan mit Gemüse aus dem Garten ernähre, wird er über kurz oder lang Mangelerscheinungen haben, weil ihm wichtige Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente fehlen. Deshalb werden diese hier künstlich hinzugefügt! Vor allem die B-Vitamine sind meist in tierischen Bestandteilen enthalten.
  2. Aminosäuren, Vitamine, etc sind zu einem gewissen Teil im Gemüse enthalten. Effektiv ist davon jedoch bei weitem mehr Aminosäuren, Mineralstoffe, etc in tierischen Produkten – v.a. Fleisch, Fisch und Käse – enthalten. Hier werden nun Erbsen und Lupine mit „optimalem Aminosäurenprofil“ genannt. Und in der Tat enthalten diese einige wichtige Aminosäuren in fast so hohem Maße, wie Fleisch. Dennoch enthalten Hülsenfrüchte extrem viel Stärke, was ich nicht für jeden Hund empfehlen würde.
  3. Methionin: Dem Futter sind nun 3000 mg/kg Methionin zugesetzt. Wenn wir nun von der Fütterungsempfehlung von 470 – 560 g Futter ausgehen, nimmt der Hund 1410 – 1680 mg synthetisches Methionin zu sich. Zum einen ist Methionin wichtig, um Fett in der Leber zu verstoffwechseln. In der künstlichen Form DL-Methionin (wie es hier der Fall ist), wird es jedoch bei Diätfuttermitteln gegen Struvitsteine eingesetzt. Warum? Weil DL-Methionin den Urin ansäuert, damit sich Struvitsteine auflösen.
    1. Wie entstehen Struvitsteine? Wenn der Urin zu alkalisch ist. Das kann daher kommen, dass die Ernährung zu pflanzlich ist (pflanzliche Bestandteile sind alkalisch, tierische Bestandteile sind sauer) oder, dass ein Ungleichgewicht in der Mineralstoffzugabe besteht (Calcium, Magnesium sind z.B. alkalisch, Phosphor und Schwefel sind sauer).
    2. Wir haben hier ein Futter, was rein pflanzlich ist und demnach den Urin alkalisch macht, was die Struvitsteinbildung begünstigen kann. Mit einem Übermaß an synthetischen DL-Methionin würde das wieder aufgehoben werden. Was jedoch passieren kann: bei Dauerhafter Gabe von DL-Methionin kann der Urin zu sauer werden, was die Gabe von Calciumoxalatsteinen begünstigt.
  4. Energie: 100 g vom Futter enthalten nur 66,5 kcal. Ein 10 kg Hund benötigt pro Tag zwischen 590 und 730 kcal (je nach Alter und Aktivität). Demnach müsstet ihr eigentlich zwischen 900 und 1100 g füttern.
    1. Wie könnt ihr selbst die Energie von einem Futter errechnen? ((Rohprotein x 17) + (Rohfett x 39) + (Rohfaser x 17) + (Rohasche x 17)) x 0,239 = kcal/100g
    2. In unserem Fall: ((6,1 x 17) + (3,3 x 39) + (1,1 x 17) + (1,6 x 17)) x 0,239 = 66,5 kcal/100g
  5. Kohlehydrate und Stärke: Würde ich einem Hund einen BARF-Plan schreiben, dann würde ich den pflanzlichen Anteil bei einem gesunden Hund auf maximal 30 % setzen (eher niedriger) und den Kohlehydrat-Anteil bei maximal 10 %, sofern der Hund diese überhaupt benötigt. Kohlehydrate liefern schnelle Energie, so dass man diese z.B. bei Arbeitshunden oder Sporthunden einsetzt. Auch bei einigen Krankheiten kann es sinnvoll sein Kartoffeln einzusetzen. Der Blutzuckerspiegel steigt beim Einsatz von Kartoffeln z.B. sehr stark und schnell an und fällt auch schnell wieder. Kohlehydrate sind jedoch auch schlechter verwertbar. Deshalb kann es zu Blähungen kommen, die Darmflora kann sich verschieben und es ist wahrscheinlich, dass der Hund sehr viel mehr koten wird, als bei einer anderen Ernährungsform. Nicht umsonst heißt es beim Menschen: Erbsen, Bohnen und Linsen, bringen den A***h zum Grinsen. 😉
  6. Diabetiker: Für Diabetiker ist dieses Futter alles andere als geeignet. Der Blutzuckerspiegel sollten bei Diabetiker-Hunden so konstant wie möglich gehalten werden und die Fütterung muss zwingend ohne jeglichen Kohlhydrate sein. Dafür schaut ihr euch den NfE-Wert an, welcher errechnet werden muss. Dafür gibt es in inzwischen eine App, die Website https://nfe-rechner.de/ oder ihr rechnet es selbst aus:
    1. 100 – Rohprotein – Rohfett – Rohfaser – Rohasche – Feuchtigkeit = NfE
    2. (NfE / (100 – Feuchtigkeit)) * 100 = NfE in der Trockensubstanz
    3. In diesem Fall sind das: 100 – 6,1 – 3,3 – 1,1 – 1,6 – 73,5 = 14,4 à (14,4 / (100 – 73,5)) * 100 = (14,4 / 26,5) *100 = 54,34. Für einen Diabetiker absolut ungeeignet!

Das sind nun nur einige Punkte.

 


Der Fairness halber schauen wir kurz auf ein weiteres vegetarisches Hundefutter: VeggieDog.

Zusammensetzung: getrocknete Kartoffel 41,0 %; Erbsenmehl (natürliche Quelle für Aminosäuren) 14,0 %; Kartoffeleiweiß; Sonnenblumenöl; teilweise hydrolisierte Hefe; Mineralstoffe; Rübenfaser; Apfelfaser 3,0 %; hydrolisiertes pflanzliches Eiweiß; gemahlene Chicorée-Wurzel (natürliche Quelle von Inulin); Kräuter, Früchte (Himbeere, Pfefferminz, Petersilie, Kamille, Hagebutten, Süßholzwurzel, Aronia, Bockshornkleesaat, Blaubeere, Ringelblumen, Fenchel) 0,1 %; getrocknete Algen 0,05 %.

Analytische Bestandteile: Rohprotein 20 %, Rohfett 12 %, Rohfaser 2,5 %, Rohasche 6,8 %, Feuchtigkeit 7%

Ihr seht schon, dass es sich hier um ein Trockenfutter handelt, was an sich schon nicht der Renner ist. Ansonsten haben wir hier jedoch einen unglaublich riesigen Stärkeanteil. Auf der Website könnt ihr euch die Produktinformationen herunter laden und werden feststellen, dass auch hier ein riesiger Anteil an Zusätzen vorhanden sind, damit der Hund keinen Nährstoffmangel erleidet.

Die Fütterungsempfehlung für einen 10 kg Hund ist bei 85 g – 145 g, was an sich ebenfalls wieder eine riesige Spanne ist.


Fakt ist: Es gibt keine Langzeitstudien zur Fütterung von veganem Futter. Die meisten Studien schauen auf einen Zeitraum von 6 Monaten, was auch bedeutet, dass keine Langzeitfolgen messbar sind.

Die Diplomarbeit von einer Absolventin der Tiermedizinischen Universität in Wien hat sich 2014 diesem Thema angenommen und eine Studie mit über 200 Hunden und Katzen durchgeführt. Klinisch untersucht wurden am Ende der Studie 35 dieser Tiere (was jedoch eher mit den Tierhaltern zusammenhing). Die Tiere schienen gesund, es wurde jedoch auch gesagt, dass weitere Studien notwendig sind. Ein Ergebnis war jedoch, dass 90 % der teilnehmenden Tierhalter ihre Tiere aus moralischen, ethischen oder Tierschutz-Gründen vegan ernähren.


Mein Fazit zur veganen Ernährung von Hunden

Ich gehe davon aus, dass man den Hund mit einem veganen Fertigfutter ernähren kann, wenn man dies unbedingt möchte. Man muss sich aber Bewusst machen, dass diese Ernährung alles andere als Artgerecht ist und dass die meisten essentiellen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und zum Teil die Aminosäuren künstlicher Natur sind und das Futter somit einer Astronautennahrung ähnlich ist.

Keine Frage: Vegan ist in. Und ja, wenn wir alle weniger Fleisch essen, tragen wir sicher dazu bei, dass weniger Tiere leiden und es der Umwelt auch ein wenig besser gehen wird. ABER: Viele Vegane Produkte sind extrem prozessiert – sowohl für den Menschen, als auch für unsere Tiere. Wir essen vegane Wurst. Wir essen veganen Käse oder Gemüseaufstriche. Fast alle sind mit irgendwelchen künstlichen Antioxidantien, Farbstoffen, Konservierungsstoffen, etc versehen.

Ist das wirklich, was wir wollen und ist das wirklich das Beste für uns und unsere 4-Beiner?

Veganes Katzenfutter – das geht für mich überhaupt gar nicht! Und dennoch kann man auch das bereits kaufen.

Veganes Hundefutter – wäre für mich niemals eine Option, es sei denn es würde sich herausstellen, dass mein Hund keine einzige Fleischsorte (inkl. Alligator, Strauß und Insekten) verträgt.

Und ich bekommen einen Hals, wenn ich sehe, wie bestimmte Tierschutzorganisationen daherkommen und vegane Ernährung von Hund und Katze für gut heißen, obwohl die Tiere damit in keinster Weise Artgerecht ernährt werden.

Wenn ihr weitere Fragen habt, meldet euch bitte. In diesem Sinne: Passt auf eure Fellkinder auf!

Eure Nicole