Was kostet der Service?

Hallo liebe Tierbesitzer,

Viele von euch möchten zu aller erst wissen, was meine Tierbetreuung kostet.

Ich hatte heute eine Unterhaltung mit einer potentiellen Kunden, welche meinen angebotenen (Sonder)Preis von EUR 15.00 pro Stunde für die Betreuung ihrer 4 Langhaarkatzen zu hoch fand. Schließlich würde jemand der Kinder betreut weniger Geld nehmen und hätte mehr Verantwortung. Doch sie wünscht sich jemanden, der Katzen liebt und sich mit ihnen beschäftigt und wenigstens eine Stunde am Tag bei den Katzen bleibt.

Nun, für viele Arbeitnehmer in Deutschland sind EUR 15.00 pro Stunde ein gutes Gehalt. Auch ich fände es als Arbeitnehmer fair.

Aber lassen Sie mich kurz erklären, warum ich EUR 15.00 pro Stunde für die Betreuung dieser 4 Katzen möchte.

  1. Die Katzen möchten gefüttert werden, die Katzentoiletten (3 Stück) müssen gereinigt werden, eventuelle Malheure müssen beseitigt werden.
  2. Ich verbringe viel Zeit mit den Katzen, um mit Ihnen zu schmusen, zu spielen.
  3. Die Katzen benötigen Fellpflege, da das Fell leicht verfilzt (ist die Katze kein Fan davon, besteht für mich Verletzungsgefahr).

Für die Urlaubsbetreuung für einen Hund, den ich 4 mal am Tag Besuche nehme ich zwischen EUR 40.00 und EUR 25.00 – je nach länge der Betreuung und Art des Hundes. Warum?

  1. Der Hund wird 4 mal am Tag besucht und ich gehe dann auch mit ihm Gassi, inklusive einer großen Runde z.B. im Moor.
  2. Ich richte mich nach den Gassi-Geh-Zeiten des Hundes, z.B. 7 Uhr morgens, 13 Uhr, 18 Uhr und 23 Uhr – und das jeden Tag von Montag bis Sonntag und bei jedem Wetter.
  3. Jedes mal verbringe ich zwischen 45 und 90 Minuten mit Ihrem Hund und füttere, spiele und schmuse mit Ihrem Hund nach dem Gassi-gehen – je nach Laune des Hundes.
  4. Sollte Ihrem Hund ein kleines Malheure passiert sein, reinige ich dies natürlich auch.

Meine Tierbetreuung ist für mich nicht nur ein Zusatzverdienst, den ich am Abend oder am Wochenende mache. Ich möchte davon Leben. Genauso, wie Sie als Kunde, trage ich ein Risiko, mich in einen fremden Haushalt zu begeben. Ich habe laufende Betriebskosten, wie z.B. Anfahrtskosten, sämtliche Versicherungen (KV, Betreibshaftpflicht, Auto), Steuern, Marketingkosten,… Zusätzlich habe ich natürlich auch private Lebenshaltungskosten und stelle es Ihnen nicht in Rechnung, wenn Ihr Haustier meine Kleidung (oder Haut) verschmutzt oder zerkratzt.

 

Vielleicht kann eine selbstständige Tagesmutter stündlich einen geringeren Preis verlangen, doch kümmert diese sich oftmals um mehr als nur ein Kind und kann die Preise demnach etwas geringer halten. Ich kann nur einen Haushalt zu einem Zeitpunkt besuchen und finde es eine ebenso große Verantwortung mich um Ihr Haustier zu kümmern.

Meine Preise sind prinzipiell Richtwerte für die einmalige Nutzung. Für Zeiträume ab 3 Tagen/3 Besuchen sind die Preise auf Verhandlungsbasis.  Ich führe meine Arbeit gewissenhaft mit sehr viel Liebe und Geduld aus und behandle Ihr Haustier, als wäre er mein Eignes. Und auch wenn mir bewusst ist, dass ich keine Discountpreise anbiete… ist es Ihnen die liebevolle Versorgung Ihres Lieblings nicht Wert?

Sollten Sie Fragen zu meinen Preisen oder zu mir haben, können Sie mich gern kontaktieren.

Ihre Nicole

Der Weg zum Tierbetreuer

Hallo liebe Tierfreunde,

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen gern meine Entscheidung erklären, warum ich nun eine professionelle Tierbetreuung betreiben möchte:

Als ich noch ein Kind war, wollte ich immer Tierärztin werden. Für mich waren Tiere mein Ein und Alles seit ich denken kann und ich habe als Kind weder mit Barbies noch mit Autos gespielt – ich spielte mit Plüschtiere und kleine Tierfiguren. Ich möchte behaupten, dass ich keine Tierärztin geworden bin, weil ich kein Blut sehen kann… aber im Endeffekt hat bei mir aus verschiedenen Gründen dazu geführt, dass ich ein Wirtschaftsabitur und eine schulische Ausbildung gemacht habe, bei dem Biologie und Chemie (und Latein) nicht unterrichtet wurden, Naturwissenschaften generell nicht meine größte Stärke sind und der Notendurchschnitt leider auch nicht gereicht hätte.

So ging ich 2006 nach Irland, wurde AuPair für 3 Mädchen und einen Labrador-Welpen und habe dort schließlich in den Zentralen Reservierungsstellen für 2 der größten Hotelketten der Welt gearbeitet und Tourismus studiert. Nach dem Studium ging ich zurück nach Deutschland und bemerkte, dass man es ohne Ausbildung und ohne spezifische Erfahrung nicht so einfach hat. Ohnehin ist es für meine Generation schwierig Jobs zu bekommen, bei der die Bezahlung so gehalten ist, dass man sich seinen Lebensunterhalt finanzieren kann. Und dann das Paradox: Ohne Erfahrung keinen Job, ohne Job keine Erfahrung… So habe ich dann 3 Jahre in Berlin gearbeitet und mich von Firma zu Firma und Jahresvertrag zu Jahresvertrag gehangelt.

2014 bin ich mit meinem Verlobten nach Buxtehude gezogen bin, um seine Großeltern unterstützen zu können. Ich suchte über 4-Monate nach einer passenden Arbeitsstelle (außerhalb der Hotelerie) und hatte trotz sehr guter Qualifikation und Vielseitigkeiten Erfahrung im Büro, Sales, Marketing große Probleme eine passende Stelle zu finden. Es hieß: „Sie haben ja keine Ausbildung als Bürokauffrau.“ oder „Haben Sie Kinder?“ – mit der Anspielung, ob denn bald welche möchte. Ich habe dubiose Call Center Angebote bekommen und hatte unzählige fruchtlose Gespräche mit diversen Hamburger Personalvermittlern und Zeitarbeitsfirmen, die die ausgeschriebenen Stellen oft nicht einmal verfügbar hatten. Und obwohl ich mich mit meinem Verlobten im Musikbusiness selbstständig gemacht habe, brauchte das natürlich auch Zeit.

Ich fing im Februar 2015 schließlich bei einer großen Spielefirma in Hamburg an, um dort als Sales Assistant zu arbeiten. Wie sich herausstellte, bestand meine Aufgabe zu 95 % aus dem Besuchen diverserer (tausender) Webseiten und der Klassifizierung dieser. Nach wenigen Wochen wusste ich, dass mich diese monotone und „unintelligente“ Arbeit nicht erfüllt und begann die Suche erneut. Ich fand Arbeit in einer kleinen Tourismus-Firma in Horneburg. Die Arbeit gefiel mir, das Team war spitze. Aber es stellte sich nach 3 Monaten heraus, dass es dieser Firma finanziell nicht gut ging, wir musste um unser Gehalt bangen und so wurde ich im Dezember 2015 aus finanziellen Gründen wieder entlassen und die Suche geht weiter…

Feliotel

Tief im Inneren wusste ich, wie gesagt, schon als kleines Kind, dass ich mit Tieren arbeiten und leben möchte. Heute ist es mein Traum irgendwann eine kleine Katzenpension zu eröffnen – mein echten Feliotel (von Felidae und Hotel). Doch dafür fehlt noch der Platz. Und Ende 2015 habe ich mir dann überlegt: ‚Warum machst du das ganze nicht erst einmal mobil‘. Das ist angenehmer für die Tiere, denn sie haben keinen „Umzugsstress“ und keine ungewollten Zimmergefährten. Doch es waren immernoch Hirngespinste. Und dann kam die Kündigung und leider starb ein sehr guter Freund von mir im Alter von 34 Jahren. Auch er war ein Träumer, der so viel noch erreichen wollte und immer wieder einen Grund gefunden hatte es aufzuschieben. Das gab mir den letzten Tritt, um mein Feliotel – vorerst mobil – zu wagen. Ich informierte mich, frug beim Veterinäramt an und ging im Januar 2016, nach einem Praktikum in einer großen Tierpension, schließlich zum Gewerbeamt und Finanzamt.

Meine Arbeitserfahrung in den letzten Jahren habe ich teilweise in riesigen namhaften Konzernen gemacht. Doch das einzige Ziel in diesen Konzernen ist Geld. Geld, von dem die Angestellten das wenigste sehen und Jobs machen, die die Welt nicht im geringsten schöner oder besser machen. Das möchte ich nicht mehr. Ich will nicht reich werden. Ich möchte einfach ein komfortables Leben führen und mit meinen – und Ihren – Tieren eine schöne Zeit verbringen.

Nun wissen Sie ein kleines bisschen mehr über mich. Weiter Fragen beantworte ich natürlich sehr gern.

Ihre Nicole Zufelde